Pfeiffer Adixen RC 10 Drahtlose Fernbedienung für Helium-Lecksuchgeräte der Serien ASM 310, ASM 340 und ASM 390
Pfeiffer Adixen Teilenummer 124193, ersetzt PT 445 432-T Touchscreen-Display für die Bedienung der kabellosen Fernbedienung RC 10. Das robuste Gehäuse ermöglicht ergonomisches Arbeiten. Magnete an der Unterseite erlauben die Befestigung an horizontalen oder vertikalen Metalloberflächen. Die kabellose Version RC 10 ermöglicht eine Reichweite von über 100 m, abhängig von den Empfangsbedingungen. Der integrierte Akku ermöglicht je nach Ladezustand über 8 Stunden Betriebsdauer. Die Leckraten können digital oder als Kurve auf dem Farbdisplay angezeigt werden. Messwerte von bis zu mehreren Stunden Aufzeichnung lassen sich im internen Speicher ablegen. Das Datenspeicherintervall ist einstellbar. Die Daten können einfach über die integrierte USB-Schnittstelle auf einen USB-Stick übertragen werden. Ein interner Trigger kann so eingestellt werden, dass er bei Überschreitung der Grenzwerte für die Leckrate warnt. Eine optische Warnung wird auf dem Display angezeigt und ein akustisches Warnsignal mit variabler Tonhöhe proportional zur Leckrate ertönt über den integrierten Lautsprecher oder angeschlossene Kopfhörer. Diese Pfeiffer Adixen RC 10 (Pfeiffer Teilenummer 124193) ersetzt die ältere drahtlose Fernbedienung RC 500 WL PT 445 432-T. Die Bedienungsanleitung und die Produktbroschüre von Pfeiffer Adixen können Sie unten im PDF-Format herunterladen.
INHALT des RC 10:- Drahtlose Fernbedienung
- Magnete zum Haften an Metalloberflächen
Grundlagen der Helium-Leckprüfung
Helium-Massenspektrometrie, auch Helium-Lecksuche genannt, ist ein hochpräzises Verfahren zur Lecksuche. Diese Technologie wurde ursprünglich im Rahmen des Manhattan-Projekts während des Zweiten Weltkriegs entwickelt, um selbst kleinste Lecks im Gasdiffusionsprozess aufzuspüren.
Das Herzstück der Helium-Lecksuche ist ein komplexes Gerät, das Helium-Massenspektrometer. Vereinfacht gesagt, analysiert dieses Gerät Luftproben (die über Vakuumpumpen zugeführt werden) und liefert eine quantitative Messung der in der Probe enthaltenen Heliummenge. In der Praxis wird ein Leck durch einen Anstieg des vom Gerät analysierten Heliumgehalts festgestellt.
Helium-Lecktests können selbst kleinste Lecks aufspüren. Unsere Geräte können beispielsweise ein Leck detektieren, das so gering ist, dass es in 320 Jahren lediglich zwei Kubikzentimeter Helium (entspricht etwa zwei Würfelzucker) freisetzen würde. Obwohl diese Präzision nur in wenigen Anwendungen erforderlich ist, verdeutlicht dieses Beispiel die mit diesem Verfahren erzielbare Genauigkeit.
Die Heliumlecksuche mag zwar einfach erscheinen, doch der Prozess erfordert sowohl Erfahrung als auch Fachwissen. Der Anwender muss die einwandfreie Funktion der Geräte sicherstellen, und der Erfolg hängt maßgeblich von seiner Erfahrung ab. Stellen Sie sich folgende Analogie vor: Jeder mit genügend Geld kann sich ein Flugzeug kaufen, doch das Fliegen zu lernen, erfordert viel Übung. Dasselbe gilt für die Heliumlecksuche – stellen Sie sicher, dass Ihr „Pilot“ das Fliegen beherrscht.
Warum ist Helium überlegen?
Obwohl viele Gase zur Lecksuche eingesetzt werden, eignet sich Helium aufgrund seiner Eigenschaften besonders gut für Prüfungen. Mit einer atomaren Masseneinheit (aMU) von nur 4 ist Helium das leichteste Edelgas. Nur Wasserstoff mit einer aMU von 2 ist leichter. Aufgrund seines Explosionspotenzials wird Wasserstoff jedoch selten verwendet.
Weitere Gründe, warum Helium ein überlegenes Tracergas ist:- Nur in geringer Menge in der Atmosphäre vorhanden (etwa 5 ppm).
- Strömt 2,7-mal schneller durch Risse als Luft.
- Ungiftig
- zerstörungsfrei
- Nicht explosiv
- Preiswert
- Benutzerfreundlich
Aufgrund dieser Eigenschaften und seiner hohen Empfindlichkeit hat sich die Helium-Leckprüfung in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen etabliert. Es gibt zwar verschiedene Prüfverfahren, aber im Allgemeinen lassen sich die beiden Hauptprüfmodi der Helium-Leckprüfung wie folgt zusammenfassen:
Zwei Hauptmethoden zur Prüfung von Heliumlecks:
- Sprühsonde
- Schnüffelsonde
Die Wahl zwischen diesen beiden Modi basiert sowohl auf der Größe des zu testenden Systems als auch auf dem erforderlichen Empfindlichkeitsgrad.
Sprühsonde: Sorgt für maximale Empfindlichkeit Bei dieser Methode wird das Lecksuchgerät direkt an das zu prüfende System angeschlossen und dessen Inneres evakuiert. Sobald ein ausreichendes Vakuum erreicht ist, wird Helium diskret auf die Außenseite des Systems gesprüht, wobei verdächtige Stellen besonders beachtet werden. Jegliche Leckagen im System, einschließlich fehlerhafter Schweißnähte (verursacht durch Risse, Nadellöcher, unvollständige Schweißnähte, Porosität usw.), defekter oder fehlender Dichtungen, Leckagen aufgrund lockerer Klemmen oder anderer Defekte, lassen Helium durch und können vom Gerät problemlos erkannt werden. Die Leckagequelle kann dann präzise lokalisiert und repariert werden.
Das Sprühsondenverfahren wird eingesetzt, um höchste Empfindlichkeit zu erzielen. Die verwendete Ausrüstung bestimmt die maximal erreichbare Empfindlichkeit; im Fall von Jurva Leak Testing beträgt sie 2 x 10⁻¹⁰ Standard-cm³/s. Dieses Verfahren setzt voraus, dass das zu prüfende System vor der Prüfung relativ dicht ist, da für die Prüfung ein ausreichendes Vakuum erforderlich ist. Mithilfe spezieller Drosselvorrichtungen kann jedoch in der Regel eine Grobprüfung durchgeführt werden. Diese Grobprüfung sollte größere Leckagen ausschließen und somit die Anwendung einer höheren Empfindlichkeit ermöglichen.
Nachfolgend sind Beispiele für Systeme aufgeführt, die wir mit der Sprühsondentechnik testen:
- A-Stab-Öfen
- Elektronenstrahlsysteme
- Lasersysteme
- Metallbeschichtungsanlagen
- Destillationssysteme
- Vakuumsysteme
Schnüffelsonde Bei diesem Verfahren wird das zu prüfende System vollständig mit Helium gespült. Aufgrund seiner Eigenschaften verteilt sich Helium schnell im gesamten System und dringt beim Versuch zu entweichen in alle Unebenheiten ein, darunter fehlerhafte Schweißnähte (verursacht durch Risse, Poren, unvollständige Schweißnähte, Porosität usw.), defekte oder fehlende Dichtungen, Leckagen durch lockere Klemmen oder andere Defekte. Anschließend wird die Systemaußenseite mit einer am Lecksuchgerät befestigten Sonde abgetastet. Jede Leckage führt zu einem Anstieg des Heliumgehalts in der Nähe der Quelle und ist somit leicht zu erkennen. Die Leckagequellen können dann präzise lokalisiert werden, was eine sofortige Reparatur und einen erneuten Test ermöglicht.
Im Gegensatz zur Sprühsondenmethode ist dieses Verfahren sehr flexibel und lässt sich an nahezu jedes System anpassen, in das Helium eingespritzt werden kann. Es gibt praktisch keine Größenbeschränkung. Die Schnüffelsondenmethode ist jedoch aufgrund des in der Luft enthaltenen Heliumgehalts (ca. 5 ppm) nicht so empfindlich wie die Sprühsondenmethode. Die maximal erreichbare Empfindlichkeit liegt bei ca. 1 × 10⁻⁶ Standard-cm³/s. Dennoch ist dieses Verfahren anderen herkömmlichen Leckprüfmethoden wie der Blasenprüfung, der Schallemissionsprüfung, der Eindringprüfung oder der Vakuumkammerprüfung deutlich überlegen.
Die folgende Liste enthält Beispiele für Systeme, die Jurva Leak Testing mithilfe des Schnüffelsondenverfahrens getestet hat:
- Lagertanks (sowohl oberirdisch als auch unterirdisch)
- Schwimmende Dächer
- Unterirdische Rohrleitungen
- Erdkabel
- Aseptische Systeme (Schnellkühler, Wärmetauscher, Abfüllanlagen usw.)
- Jeder Behälter/jede Leitung oder jedes System, das unter Druck gesetzt werden kann